Urpflanze - Metamorphosen der Pflanzen

Prunus
                                  serotina
Verwandlungen
Roggenbluete
Verstäuben

Plastizität


Blüten-ABC

Sporen
Frühlingsanemone
Polarität
Letztes update 11.11.2025

Metamorphosen im Pflanzenreich

Buchveröffentlichung
Metamorphosen im Pflanzenreich
Peer Schilperoord
183 S. 2011

ISBN
978-3-7725-23961-5

Flyer Buch


Lebermoos
Pedicularis kerneri
Läusekraut

Equisetum
Ackerschachtelhalm
Acht-Wochen-Nuedeli
Kartoffelblüte
Blaue-Veltlin-Knospe
Kartoffelauge




Auszeichnungen

Biogrischun Preis 2020


Dr. Rudolf Maag Preis 2016
Der Dr. Ruolf Maag Preis wird seit 1973 jährlich an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderer Weise um die Pflege und Förderung der Pflanze verdient gemacht haben. Der Stiftungszweck ist dabei bewusst breit gefasst und erlaubt sowohl die Auszeichnung des Engagements in der Praxis, in der Kunst und in der Lehre und Wissenschaft.
Broschüre Preisverleihung

Anerkennungspreis der Bündner Regierung 2008
<<In Anerkennung seiner Forschungstätigkeit im Bereich der alpinen Kulturpflanzen sowie seines engagierten Einsatzes zur Erhaltung und Förderung der Sortenvielfalt in Graubünden>> hat die Bündner Regierung dem Verfasser einen Anerkennungspreis zugesprochen.

  

Ausstellung: Pflanzenvielfalt - ein Spiel mit Formen
  
Die Ausstellung war am 29.11.2025 und an 30.11.2025 im Kulturhotel: Restaurant Belfort zu sehen.
Interessenten, die die Ausstellung zeigen möchten können sich bei uns melden. Die Ausstellung widemt sich
sich der Morphologie und der Entwicklungsbiologie der Pflanzen widmet.Auf 16 Tafeln, die auf Rollups gedruckt wurden, sind verschiedene Aspekte der Pflanzenvielfalt abgebildet und erläutert. Die Ausstellung thematisiert u.a. die Bedeutung der Bildung der Sprossknospe für die Bildung der Blüte und regt an Goethes Metamorphosenlehre neu zu denken. Konzipiert wurde sie von Peer Schilperoord.

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                                          _Formen                 Broschüre zur Ausstellung Peer Schilperoord S. 56, 95                                                                                                     Abbildungen. vergriffen pdf kostenlos

2025
Botanischer Garten Jena
Ausstellung:  Pflanzenvielfalt - ein Spiel mit Formen  



Die Ausstellung war bis im Herbst auf der Wiese am Borkenhäuschen im botanischen Garten in Jena das zweite  Jahr im Folge  zu sehen.

botaonsicher_Garten_Jena_Pflanzenvielfalt




Die Ausstellung war 2023 im botanischen Garten St. Gallen zu sehen.

Wanderausstellung "Pflanzenvielfalt - ein Spiel mit Formen"
Die Ausstellung gibt es in drei Ausführungen: Auf wetterfesten Panelen bzw. auf wetterfesten Rollupdisplays für draussen. (Foto: Ausstellung im  Botanischer Garten Giessen, Sommer 2019).  Auf Rollupdisplays mit integrierter Beleuchtung für drinnen, wie in der Ausstellung im Heimat Museum Davos, 2018 und St. Gallen (2024).




Objekte: Farnsporen und Blütenstaub
Pflanzenvielfalt - ein Spiel mit Formen

Zur Wanderausstellung
Die Ausstellung zeigt Pflanzen, denen wir regelmässig
begegnen und kaum beachten, solche, die wir oft übersehen und andere, die wir immer wieder staunend betrachten.
Wie schafft es die Pflanze mit ihren wenigen Organen, einen so grossen, vielfältigen Formenreichtum hervorzubringen?
Die Ausstellung zeigt Bekanntes aus der Perspektive der Pflanze. Das überrascht und regt an, die Pflanze mit ganz anderen Augen zu sehen.
Speziell für die Ausstellung angefertigte Aquarelle, Zeichnungen und Fotos erläutern die Gestalt der Pflanze und ihre Organe.

Die Pflanze schreitet in ihrer Entwicklung von Form zu Form fort, von den ersten Blättern bis zur Steigerung und Vollendung in der Blüte. Die Pflanzen haben eine gewisse Leichtigkeit; mühelos trennen sie oder bringen zusammen, vereinfachen oder vervielfältigen, versprühen oder verdichten, färben oder nehmen Farbe raus.

Broschüre
Der Katalog enthält sämtliche Abbildungen und Texte der Ausstellung. Sie ergänzt die Ausstellung mit kurzen Zwischenkapiteln, die den grossen thematischen Bogen schliessen. 



Der Autor
Der Autor Peer Schilperoord (*1956) lebt in Alvaneu Dorf. Nach einem Studium der Botanik an
der landwirtschaftlichen Universität in Wageningen (NL) zog er nach Graubünden, wo er seit 1982 lebt. Seitdem befasst er sich beruflich mit Kultur- und Wildpflanzen.
Von 1989–2000 war er Geschäftsführer bei der
Genossenschaft Gran Alpin. In den letzten Jahren
veröffentlichte er in der Reihe «Kulturpflanzen
in der Schweiz» mehrere Kulturpflanzenporträts,
u. a. über Mohn, Roggen, Dinkel und Weizen. Diese Arbeit wurde 2025 abeschlossen mit dem Buch "Kulturpflanzen der Schweiz - Sortenvielfalt und historisches Erbe". Hauptverlag. ISBN 978-3-258-08390-2


Wie lässt sich die grosse Pflanzenvielfalt verstehen?
Welche Gestaltungsprinzipien ermöglichen diese unermesslich grosse Vielfalt? Diese Fragen beschäftigten ihn seit Jahrzehnten.
Der Vergleich der Pflanzen miteinander führt zum
Verständnis. «Nachvollziehen» ist das Schlüsselwort.

Technische Daten
Die Ausstellung umfasst 16 Roll-up Displays,
LED- Beleuchtung inklusive. Dazu kommen noch Objekte.
Flyer Ausstellung Davos

Veröffentlichungen und Lesehinweis
Die Texte sind geschrieben für Biologen und interessierte Laien. Die mit * ausgezeichneten Texten empfehlen sich für eine erste Orientierung. Siehe für weitere Veröffentlichungen zu den Kulturpflanzen die Seite www.berggetreide.ch In der Schriftenreihe "Kulturpflanzen in der Schweiz" mit den Publikationen über Dinkel, Weizen, Gerste, Mais und Kartoffel finden Sie Angaben zu den Metamorphosen von Wild- zur Kulturpflanze.
Die meisten Arbeiten sind auf Researchgate veröffentlicht. 
  • Schilperoord, Peer (2025): Von Knospen und Blüten - Teil 1. Ist die vegetative Knospe die strukturelle Grundlage der Blüte? Elemente der Naturwissenschaft 123, 5-44.

Zusammenfassung

Die Arbeit befasst sich im ersten Teil mit den grundlegenden Konzepten und Methoden der Morphologie: mit dem klassischen Grundorgankonzept und mit dem Typuskonzept des Blattes; alternative Konzepte werden vorgeschlagen. Die Bedeutung der Sprossknospe für das Verständnis der Gestalt der Angiospermen hat bis anhin wenig Aufmerksamkeit bekommen. Einzig Augustin de Candolle und Agnes Arber haben die Sprossknospe mit der Blüte verglichen und sie als Grundlage der Blüte aufgefasst. Auch zum Verhältnis zwischen dem Schuppenblatt und dem Laubblatt haben sich nur wenige Autoren geäussert. Die Arbeiten von Adriance S. Foster, Agnes Arber und Michel Guédès legen nahe, dass Schuppenblatt und Laubblatt gleichwertige Organe sind, die beide als Untertypen (Organklassen) des übergeordneten Typus „Blatt“ aufzufassen sind, wie die Blütenorgane auch. Ihre Auffassung wird durch die Arbeit von Wolfgang Hagemann über die Organogenese des Angiospermenblattes unterstützt. Das widerspricht der weithin akzeptierten Ansicht von Thomas Goebel und Wilhelm Troll, die das Schuppenblatt als reduziertes Laubblatt auffassen. Der geschichtliche Teil zeigt, wie schon bei Goethe, de Candolle, Sachs, Foster, Arber, Guédès und Hagemann Alternativen angedacht, bzw. erarbeitet worden sind.

Der zweite Teil erscheint Juni 2026


  • *Schilperoord, Peer (2021):Organische Entzweiung, Knospen- und Zweigbildung und ihre Bedeutung für eine Erneuerung der Metamorphosenlehre. Arbeitspapier
Zusammenfassung
Goethes Lehre von der Metamorphose der Pflanzen, wie er sie 1790 formulierte, liefert keine Erklärung für den sprunghaften Übergang den es zwischen den Staub- und Fruchtblättern gibt. In einem Aufsatz in seinem Nachlass Versuche zur Methode der Botanik führt Goethe den Begriff der organischen Entzweiung ein. Mit Hilfe dieses Begriffes ist es möglich den Zusammenhang zwischen den beiden so gegensätzlichen Blütenorganen zu verstehen. Staub- und Fruchtblatt haben einen unterschiedlichen Bezug zum Laubblatt. Das Laubblatt gliedert sich in Blattgrund und Blattspreite. Der Blattgrund liefert die Grundlage für das Staubblatt, die Blattspreite jene für das Fruchtblatt. Goethe hat seine Metamorphosenlehre für und an einjährigen Blütenpflanzen entwickelt. Die mehrjährigen holzbildenden Pflanzen mit ihren Knospen und Zweigen blieben dabei unberücksichtigt. Die krautigen Gewächsen sind ursprünglich aus kleinen Bäumen und Sträuchern hervorgegangen. Berücksichtigt man die Knospen- und Zweigbildung, dann bestätigt sich die erwähnte Beziehung von einer anderen Seite. Das Blatt zeigt sich am Zweig in zwei voneinander unabhängigen, sich gegenseitig ergänzenden Formen, das Schuppenblatt und das Laubblatt. In der Knospe sind beide Formen vereinigt, die Schuppenblätter der Knospe sind vollkommen ausgebildet, von den Laubblättern sind zunächst nur die zarten zusammengefalteten Spreiten sichtbar. Die Laubknospe gibt die Grundlage für die generative Blüte ab.
Goethe war sich noch nicht im Klaren in welchem Verhältnis die Farnsporen zu den Samen der Blütenpflanzen stehen. Die geschlechtliche Fortpflanzung der Farne war noch nicht entdeckt. Die Entdeckung des Generationenweschsels durch Hofmeister um 1850 und die Klassifizierung der Sporangien und Gametangien als generative Grundorgane durch Sachs (1882) bedeuten für die Staub- und Fruchtblätter, dass sie aus einem Zusammenspiel von Blattbildung und Sporenbildung hervorgehen. Zwei Organe sind an der Bildung der Staub- und Fruchtblätter beteiligt.
 
  • Schilperoord, Peer (2018). Gestalt als Prozess - ergreifen und loslassen. Elemente der Naturwissenschaft 108, S. 42-54.
  • Studer-Ehrensberger, Kathrin; Schilperoord, Peer (2015). Blütenhaftes in der Metamorphose der vegetativen Jahreszuwachseinheit der Stiel-Eiche (Quercus robur L.). Elemente der Naturwissenschaft, 103, S. 5-27.
  • Studer-Ehrensberger, Kathrin; Schilperoord, Peer (2015). Die englische Übersetzung: The Blossom‐similarity of the Vegetative Annual Shoot of the Pedunculate Oak (Quercus robur L.) DOI: 10.13140/RG.2.1.5082.1209 Translation (Researchgate)
  • * Schilperoord, Peer (2015). Ein neues Modell für die Urpflanze - die mehrjährige Blütenpflanze. Elemente der Naturwissenschaft, 103, S. 28-40.
  • * Schilperoord, Peer (2015). Die Englische Übersetzung: A new model for the archetypal plant - the perennial dicotyledonous plant. Translation (Researchgate)
  • Schilperoord, Peer (2013). Plastizität des Blütenbodens und des Fruchtknotens - Unterständigkeit. Elemente der Naturwissenschaft 99, S. 21-36.
  • Schilperoord, Peer (2011). Metamorphosen im Pflanzenreich - Lesen im Buch der Verwandlungen. Freies Geistesleben, Stuttgart. 183 S. ISBN: 978-3-7725-23961-5
  • Schilperoord, Peer (2008). Anschauende Urteilskraft. Elemente der Naturwissenschaft 89, 42-59.
  • Schilperoord, Peer (2008). Goetheanismus - falsche Abgrenzungen. Elemente der Naturwissenschaft 88, 66-69.
  • Schilperoord, Peer (2008). Die Trennung der Geschlechter und die Bildung der Blütenorgane - Gestaltungsfreiheit. Elemente der Naturwissenschaft 88, 39-60.
  • Schilperoord, Peer (2007). Eine morphologische Charakterisierung des Weizens (Triticum aestivum L.). Elemente der Naturwissenschaft, 87, 5-31.
  • * Schilperoord, Peer (2007). Metamorphosen der Pflanze. Elemente der Naturwissenschaft 86, 46-71.
  • * Schilperoord, Peer (2007). Metamorphosen der Pflanzen. Ein Manifest. Die Drei, 3, S. 35-41.
  • Schilperoord, Peer (2005).Modelling the plant, Goethe and molecular genetics. In: Harlan, Volker (Hg.): Wert und Grenzen des Typus in der botanischen Morphologie. Nümbrecht. S.  217-233. Auf Anfrage: schilperoord@bluewin.ch
  • Schilperoord, Peer (2002). Zum Typus des Blattes. Laubblattmetamorphose, Gegenläufigkeit und Verjüngungstendenz, eine kritische Analyse. Elemente der Naturwissenschaft 76, S. 61–72.
  • * Schilperoord-Jarke, Peer (2000). Goethes Metamorphose der Pflanzen und die moderne Pflanzengenetik. In: Heusser, Peter (Hg.): Goethes Beitrag zur Erneuerung der Naturwissenschaften. P. Haupt Verlag Bern. Auf Anfrage: schilperoord@bluewin.ch
  • Schilperoord, Peer (1997). The concept of morphological polarity and its implication on the concept of the essential organs and on the concept of the organisation of the dicotyledonous plant. Acta Biotheoretica S. 51–63.
  • Schilperoord, Peer (1992). Die Zweieinheit von Staub- und Fruchtblatt. Elemente der Naturwissenschaft 56, S.  71-79.

© 2009 Fotos  Peer Schilperoord • Kontakt: schilperoord@bluewin.ch • Voia Gonda 1, CH 7492 Alvaneu Dorf • Tel. ++41 (0)81 404 22 29